Mein Camino

Unsere amtierende Majetätin „Sina die Liebvolle“ ist im März d.J. auf dem Jacobsweg unterwegs gewesen.

Eine tolles Erlebnis, das sicherlich immer in guter Erinnerung bleiben wird.  Hier der Bericht von Sina sowie ein Video der einen tollen Eindruck dieser Zeit vermittelt.

Chapeau liebe Sina!!!

Sina´s Bericht

Was für ein Erlebnis. Am 12. März 2026 begann ich meinen Weg auf dem Camino Portugués – bewusst entschied ich mich für den Central. Die Küste trage ich ohnehin immer vor Augen. Die ersten Tage waren nicht leicht. Drei Tage brauchte ich, um anzukommen. Nicht nur auf dem Weg, sondern vor allem bei mir selbst. Der Alltag, die Arbeit, das Leben – alles treibt uns ständig voran. Immer gibt es etwas zu tun, zu denken, zu planen. Und dann plötzlich nur noch das Gehen. Keine Erwartungen. Kein Lärm. Nur Schritte, Gedanken und Stille. Es dauert, bis die Seele versteht, dass sie endlich zur Ruhe kommen darf. Doch genau dort begann etwas in mir aufzuwachen. Ich durfte eine unfassbar wertvolle Zeit erleben. Die Landschaften, die Begegnungen, die Mentalität der Menschen – all das hat Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Besonders Portugal hat mich tief berührt. Die Art, wie Menschen dort leben, füreinander sorgen und Familie verstehen, erinnerte mich daran, worauf es im Leben wirklich ankommt: Nähe, Menschlichkeit und echte Verbundenheit. Der Camino hat mir gezeigt, dass Größe nicht im Lauten liegt. Man muss das Kleine und Schöne erkennen, um dem Großen überhaupt würdig begegnen zu können. Man muss inneren Frieden finden, um wahre Dankbarkeit zu spüren. Und man sollte die Augen offen halten – für die Welt, für die Menschen und für all das, was zwischen den Worten liegt. Nur dann können wir verstehen, akzeptieren und vielleicht einen kleinen Teil dazu beitragen, diese Welt ein wenig besser zu machen. Heute bleibt vor allem eines: tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen. Für jeden einzelnen Moment voller Wärme, Liebe und Begegnungen entlang dieses Weges. Für all die Menschen, die mir begegnet sind und einen Teil ihrer Geschichte mit mir geteilt haben. Und vor allem dafür, jeden Morgen gesund aufstehen zu dürfen – mit einem Herzen, das durch diesen Weg ein Stück ruhiger, offener und bewusster geworden ist. Begleitet wurde ich dabei nicht nur von den Menschen, denen ich unterwegs begegnet bin, sondern auch von all jenen Zuhause. Von Menschen, die an mich gedacht, mir geschrieben, mich motiviert und ein Stück dieses Weges mitgetragen haben – obwohl sie viele Kilometer entfernt waren. Ganz besonders meine Mama und mein Papa! Auch dafür empfinde ich sehr tiefe Dankbarkeit. Und wenn ich noch eines aus dieser Reise mitgenommen habe, dann dies: Wartet nicht. Nicht auf den perfekten Zeitpunkt. Nicht darauf, dass alles passt. Nicht auf „irgendwann“. Wenn ihr spürt, dass ihr etwas erleben wollt – dann geht los. Jetzt. Denn das Leben wartet nicht darauf, gelebt zu werden.

Sina´s Video
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