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Schenkungsurkunde von König Herzog Christian VI. an die Lollfußer Schützengilde

WIR, CHRISTIAN DER SECHSTE von Gottes Gnaden, König zu Dänemark, Norwegen, der Wenden und Gohten, Hertzog zu Schleswig, Holstein, Stormarn und der Dittmarschen, Graf zu Oldenburg und Dellmenhorst pp. Thun kund hiemit: demnach der Lollfußer Brand= und Schützen=Gilde, vormahls zu Fürstlichen Zeiten und zwar in anno 1705, von Unseren Gottorfischen Verwerks=Ländereyen, behuf der Vogel=Stange und des jährlichen Vogel=Schießens, ein gewißes Stück Landes, jetzo die Schützen=Coppel genandt, ordentlich ausgewiesen und eingethan, solches Stück Landes auch darauf von besagter Brand= und Schützen=Gilde eingegraben, befriedigt, und zu gemeltem Behuf, bis annum 1713, gebraucht, damahls aber derselben auf gewiße Ahrt entzogen, und sie, die Gilde, dadurch seithero in dem exercitio, des jährlichen Vogel=Schießens, behindert worden: Daß Wir dannenhero, auf der selben ohnlängst geschehenes allerunterthänigstes Ansuchen, damit sie wiederumb zu der gedachten nützlichen Übung des Vogel=Schießens, gelangen könne, anfangs besagter Brand= und Schützen=Gilde, mittels Unserer Allergnädigsten Resolution von heutigen Dato, die gemeldte Schützen=Coppel, von nun an gewißermaßen Allergnädigst geschenkt haben; Thun auch solches hiermit dergestalt und also, daß die Lollfußer Brand= und Schßtzen=Gilde, angeführte Schützen=Coppel, in der Größe, wie sie sich jetzo eingehegt befindet, zu Errichtung einer Vogel=Stange und Fortsetzung des jährlichen Vogel=Schießens, nach diesem beständig innehaben, nutzen und gebrauchen, auch solcher Coppel halben, so lange sie auf diese Ahrt genutzet wird, und die Brand= wie auch Schützen=Gilde subsistiret, von Erlegung einiger Abgifte gäntzlich befreyet sey möge. Uhrkundlich unter Unserem Königl. Handzeichen und vorgedruckten Insiegel. Geben auf Unserem Schloße Friedensburg den 13ten Junii 1732 Christian R.

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